MEINE GESCHICHTE
Über mich

Wer ich bin, warum BenMakes existiert, und was ADHS damit zu tun hat.

Hi, ich bin Ben. Ich baue Sachen. Manchmal aus Holz, manchmal aus Code, manchmal aus einem Haufen Server-Hardware, die eigentlich keiner mehr wollte.

Ich bin Maker, Bastler, Homelabber und lerne ständig dazu. Ob 3D-Druck, Webentwicklung, Netzwerke oder Self-Hosting: Wenn ich etwas verstehen will, bau ich es einfach.

Warum BenMakes existiert

Aber BenMakes ist mehr als nur meine Projekte. Mir ist aufgefallen, dass die meisten Anleitungen im Internet ein gemeinsames Problem haben: Sie werden geschrieben, als hätte der Autor keinen Bock gehabt. Links führen zu Shops, wo das Teil seit drei Jahren nicht mehr existiert. Keine Alternativen, keine Angabe welche Spezifikationen das Bauteil überhaupt haben muss, kein Hinweis was man stattdessen nehmen kann. Man bleibt hängen und gibt auf.

Ich will das besser machen. Meine Anleitungen sollen funktionieren. Wenn ein Bauteil verlinkt ist, steht dabei, welche Werte es haben muss, damit du selbst eine Alternative finden kannst. Wenn ein Schritt kompliziert ist, erkläre ich warum, nicht nur wie.

ADHS und ich

Ich hab ADHS. Und genau solche halbfertigen Anleitungen sind für mich der absolute Endgegner. Wenn ich eine Dokumentation lese und nach dem dritten Absatz immer noch nicht weiß, was ich tun soll oder welches Teil ich brauche, bin ich raus. Nicht weil mich das Thema nicht interessiert, sondern weil mein Kopf bei unstrukturierten Informationen einfach dicht macht.

Und damit bin ich nicht allein. ADHS betrifft unter anderem die sogenannten exekutiven Funktionen: das sind die Prozesse im Gehirn, die für Planung, Organisation, das Anfangen von Aufgaben und das Behalten von Informationen zuständig sind. Wenn eine Anleitung schlecht strukturiert ist, trifft das Menschen mit ADHS besonders hart, weil genau die Fähigkeiten gefordert werden, die ohnehin schon schwächer ausgeprägt sind. Es ist nicht Faulheit und es ist nicht mangelnde Intelligenz. Es ist eine andere Art, wie das Gehirn Informationen verarbeitet.

Deshalb schreibe ich meine Anleitungen und Dokumentationen so, dass sie auch für Leute funktionieren, denen es schwerfällt, sich durch Textwände zu kämpfen. Klare Schritte, echte Erklärungen, funktionierende Alternativen, und kein "das überlasse ich dem Leser als Übung."

Was mir hilft, und dir vielleicht auch

Falls du bei einem Projekt, einer Anleitung oder irgendeiner Aufgabe feststeckst, hier sind ein paar Dinge, die mir selbst helfen:

Nimm dir Zeit, hol dir andere Perspektiven. Wenn du nicht weißt, wie du anfangen sollst oder wie es weitergeht, dann mach erstmal nichts. Klingt komisch, ist aber ernst gemeint. Setz dich nicht unter Druck. Hol dir stattdessen eine andere Perspektive: Frag jemanden, wie er oder sie das angehen würde. Nicht, weil du es nicht kannst, sondern weil ein anderer Blickwinkel oft den Knoten löst. Feedback ist unglaublich wertvoll. Stress entsteht meistens dann, wenn man versucht, alles alleine und sofort zu lösen.

Einfach anfangen. Das ADHS-Gehirn arbeitet nicht nach Wichtigkeit, sondern nach Interesse, Neuheit und Dringlichkeit. Aufgaben, die keinen sofortigen Anreiz bieten, werden oft blockiert, obwohl man sie eigentlich machen will. Das nennt sich Task-Paralyse, und es ist nicht Prokrastination. Es fühlt sich an wie eine unsichtbare Wand zwischen dir und der Aufgabe. Was dagegen hilft: Mach irgendwas. Nicht perfekt, nicht durchgeplant. Einfach den ersten Mini-Schritt. Statt "Projekt fertig machen" lieber "Laptop aufklappen" oder "eine Datei erstellen." Sobald du in Bewegung bist, kommt der Rest oft von alleine. Natürlich nur solange es nicht zu viel Zeit oder Geld kostet, falls es in die falsche Richtung geht.

Such dir Hilfe. Wenn du wirklich nicht weiterkommst, such dir jemanden. Online, offline, egal wo. Um Hilfe zu bitten fällt besonders mit ADHS schwer, weil auch das Formulieren einer Frage exekutive Funktionen erfordert: Man muss erkennen, dass man feststeckt, überlegen was genau das Problem ist, und dann auch noch die Hürde überwinden, jemanden anzusprechen. Aber genau deshalb: Mach es trotzdem. Schreib mir eine Mail. Ich kann nicht versprechen, dass ich jede Nachricht beantworten werde, aber ich werde mein Bestes geben.

Nutze KI als Werkzeug. Ja, ich weiß, das Thema ist umstritten. Aber KI-Tools können gerade bei ADHS eine echte Hilfe sein. Sie können komplexe Texte zusammenfassen, Informationen strukturieren und dir Sachen erklären, bei denen du sonst eine halbe Stunde eine Dokumentation durchforsten müsstest. KI kann wie eine externe Arbeitsspeicher-Erweiterung funktionieren, die deine Gedanken sortiert, wenn dein eigener Kopf gerade überläuft. Ein wichtiger Punkt aber: Lass dir immer zeigen, woher die KI ihre Informationen hat und wie sie auf ihre Antwort gekommen ist. KI kann falsch liegen, und blind vertrauen sollte man ihr nie. Behandle sie wie einen hilfreichen Kollegen, nicht wie eine unfehlbare Quelle.

Und nochmal, ganz direkt: Schreib mir. Egal ob du eine Frage zu einem Projekt hast, eine Idee, Feedback, oder ob du einfach nicht weiterkommst. Zögere nicht. Meine Inbox ist offen. Du nervst nicht.

Wenn dir eine meiner Anleitungen geholfen hat, freut mich das. Wenn nicht, sag mir warum. Ich will es besser machen.

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